Gastbeitrag: Stärken stärken - wie es funktionieren kann

Aktualisiert: 28. Jan.

von unserem Botschafter Joachim Klöckner


Was glaubt ihr, verbindet nachstehende Menschen miteinander:

Agatha Christie, Albert Einstein, Alexander Graham Bell, August Rodin, Bodo Ramelow, Charles Darwin, Diego Maradona, Ernest Hemingway, Florence Welch, Francois Mitterrand, Franklin D. Roosevelt, Galileo Galilei, George W. Bush, Gebrüder Wright, Hans Christian Anderson, Henry Ford, Jackie Stewart, Jennifer Aniston, Jamie Oliver, Johannes Gutenberg, John Lennon, John F. Kennedy, Leonardo da Vinci, Lewis Hamilton, Michael Jackson, Napoleon Bonaparte, Richard Branson, Steven Hawkins, Steven Spielberg, Tom Cruise, Thomas Edison, Victoria von Schweden und Walt Disney?


Sie verbindet die Legasthenie. Die angeborene Art, in anderen Strukturen zu Denken, mehr dynamisch: Es ist die Art des Denkens unabhängig vom Inhalt. Es wird auch Denken in Systemen, Abläufen, Prozessen, Netzen, Zusammenhängen, Lösungen, Möglichkeiten genannt oder eine Achtjährige sagte: "Ich denke weiter". Ich nenne sie Legasgenies als Unterschied.

Beim Vorlesen und Schreiben prägen sich Betroffene eher die Buchstabenfolge der Worte als das Bild des Wortes ein und stolpern dabei. Wissenschaftlich zeigt sich diese Veränderung im Gehirn, doch sie wird leider als Störung etc. gesehen und therapiert. Gerade bei jungen Menschen entstehen schnell Gefühle des Versagens, der Minderwertigkeit und des Mangels, wenn das Thema Legasthenie für sie auftaucht und bewertet wird.

Es geht anders, dies ist milliardenfach erprobt, passt für alle Menschen und besonders für Betroffene: Stärken stärken und Schwieriges wird leichter. Die Kraft dafür ist Neugier.


Stärken stärken bedeutet, mit den jungen Menschen zusammen herauszufinden, wo ihre Neugier hingeht, was Ihnen Freude macht, wie sie ohne Anleitung lernen - sie tun dies ja schon seit Lebensbeginn. Dafür braucht es Zeit, genaues Hinhören, wohlwollende Präsenz und Wertfreiheit der Begleiter*innen um diese Schätze mit den jungen Menschen sichtbar werden zu lassen. Dann die Einladung an sie, dort tiefer einzutauchen und sich neugierig ausprobieren. Und den Raum schaffen für ihre Begeisterung, sie spüren und genießen. Dabei finden sich auch individuelle Lernwege und Werte für das Schwierige.

Zusammengefasst:

Durch Selbsterfahrung Selbstbewusst sein und diese Facetten in die Selbstliebe integrieren um mit diesem Selbstvertrauen Selbstsicher in die Welt zu gehen und Selbstbestimmt mit Tun in Selbstverantwortung Selbstwirksam sein.


Joachim Klöckner

Betroffener, der seit über zwei Jahrzehnte zum Thema forscht und dabei auch sein Leben veränderte.








Diese Art der Erfahrung für Schüler*innen bietet Joachim Klöckner in seinem Workshop an Schulen an. Mehr dazu erfahrt ihr im Angebot.

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