Drachen in den Himmel

 Das Team. Die Vision. Die Hintergründe. 

 Vielfalt leben 

Wer wir sind

Unsere Gründungsmitglieder haben sich 2020 im Hackathon #WirFürSchule kennengelernt. Über diesen Hackathon hinaus ist der Verein GemeinsamEinzigartig entstanden. Auch wenn uns unsere Vielfalt von außen nicht so deutlich anzusehen ist, sind wir ein diverses Team mit unterschiedlichen Hintergründen, Lebensweisen und Expertisen. Wir teilen eine Leidenschaft und Motivation: wir wollen uns für Vielfalt an Schulen einsetzen und Schüler*innen bereits von Anfang an die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln, die verschiedensten Perspektiven kennenzulernen und diese zu respektieren.

Das GemeinsamEinzigartig Team

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Anne Kathrin Weber

Vertrieb

In Berlin lebend mit Mann, zwei kleinen Kindern und Mäusen. Aufmerksam wurde ich durch meine Freundin und Mitgründerin Carolin.
Da ich als Kind das DDR Regime kennenlernte ist mir Toleranz und Vielseitigkeit sehr wichtig.
Mein Ziel ist es, dass der Unterricht spannender wird in Schulen und wir Lehrer*Innen dabei unterstützen.
Mein Wunsch, dass GemeinsamEinzigartig bald in jeder Schule bekannt ist und auch meine Kinder daran partizipieren werden.

Caroline Depierre
Caroline Depierre

Produkt

Vielfalt ist eine Superpower, und ich will, dass Kinder früh lernen diesen zu nutzen, um ihr eigenes Leben und die Welt der Zukunft zu gestalten

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Miriam Spieß

In Elternzeit

Ich möchte mich so gut ich kann für mehr Vielfalt und gegen Diskriminierung einsetzen. Schulen bieten für mich einen guten Ausgangspunkt um früh zu lernen, wie Empathie und ein buntes und respektvolles Miteinander wirken können.

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Jan Hermanns

Marketing

Ich musste bereits als Kind beobachten wie andere Menschen ausgeschlossen wurden, aber als nicht-heterosexueller Junge musste ich auch persönlich eine fehlende Akzeptanz erfahren. Genau deswegen beschäftige ich mich mit Themen rund um Vielfalt und Akzeptanz und möchte mit GemeinsamEinzigartig Perspektiven für Schüler*innen schaffen und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorgehen.

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 Jasmin Zec Peškirič

Unternehmenssponsoring

Kein Kind sollte sich fragen müssen ob etwas mit ihm nicht stimmt. Schon gar nicht wegen der Hautfarbe oder beispielsweise wegen der Herkunft. Ich wuchs als Scheidungskind in armen Verhältnissen auf. Mein Vater hatte sein Coming-Out als ich ca. 5 Jahre alt war. Auf dem Dorf zu leben hat das Ganze sicherlich nicht vereinfacht. Die Welt für Kinder transparenter, toleranter und vor allem bunter zu gestalten ist mir eine Herzensangelegenheit.

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Gemma Terés Arilla

Finanzierung

Ich lebe und arbeite in einem multikulturellen Umfeld und würde gerne meinen Beitrag für eine echte, gelebte und erlebte Vielfalt in unserer Gesellschaft leisten.

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Concetta Urgese

Marketing

Erziehung findet an zwei Orten statt- in Familien und Schulen! Wenn ich heute an meine Schulzeit zurückdenken muss, dann muss ich feststellen, dass viele Alltagsthemen wie z.B. chronische Erkrankungen u.v.m. nie behandelt wurden.
Ich möchte mich für Vielfalt und Aufklärung in den Schulen einsetzen und wünsche mir, dass wir damit eine gesunde Sensibilisierung in unserer Gesellschaft erzielen können.

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Kasia Fidler

Strategie

Ich bin seit 2021 Mitglied des Vereins. Als diplomierte Umweltplanerin und leidenschaftliche Projektmanagerin unterstütze ich GemeinsamEinzigartig in rechtlich-finanziell-administrativen Bereichen.

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Yvonne Prott

Marketing

Wir wachsen in eine weitestgehend heteronormative Umwelt hinein: Umfeld & Medien bilden überwiegend klassische Familienmodelle & Geschlechterrollen ab. Dies kann zu einer internalisierten Homophobie führen: Leid & Angst durch Scham, weil man davon abweicht - eben “anders” ist. Umso wichtiger ist es jungen Menschen Zugang zu einer bunteren Welt zu geben, Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen, ebenso wie Toleranz für Diversität zu fördern.

Supporters

Ulrike Grandi-Haferstroh
Ulrike Grandi-Haferstroh
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Florian Dietzel
Florian Dietzel
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Lisa Heite
Lisa Heite
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Daniela Redding
Daniela Redding
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Brunello Gianella
Brunello Gianella
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Verena Till
Verena Till
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Lennart Zeidler
Lennart Zeidler
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Vision

Diversität zu erkennen, zu akzeptieren und zu leben sind wesentliche Kompetenzen für die Gestaltung einer vielfältigen, offenen und modernen Gesellschaft.

Wir möchten Botschafter*innen der Vielfalt eine Plattform bereitstellen und Lehrer*innen durch diese Plattform einen Zugang zur Repräsentation von Vielfalt in ihrem Unterricht geben.

Mission

Mit GemeinsamEinzigartig wollen wir Vielfalt an Schulen bringen, Begegnung ermöglichen und einen lebendigen Austausch initiieren. Unser Ziel ist die Vernetzung von Schulen mit Botschafter*innen aus verschiedenen Vielfaltsbereichen.

 

Was sind Botschafter*innen der Vielfalt?

Wir verstehen diese Botschafter*innen als Menschen, die im direkten Kontakt mit den Schüler*innen Vielfalt zeigen und vermitteln, Einblicke geben, aus Erfahrung berichten können, einen Austausch ermöglichen, sensibilisieren und vielleicht auch Vorbilder und Identifikationsfiguren sein können.

Was ist Vielfalt für uns?

 

Wir haben uns mit den einzelnen Vielfaltsdimensionen beschäftigt. Wir möchten diese nicht einschränken, jedoch möchten wir euch zeigen, welche Bereiche wir als besonders wichtig sehen und aus welchen Gründen. Wir orientieren uns dabei an den Four Layers of Diversity (Gardenswartz und Rowe) und der Charta der Vielfalt und haben diese in einer Grafik veranschaulicht.

Wir freuen uns auf einen lebendigen und vielfältigen Austausch zu allen Themen. Dabei können Workshops auch die Zusammenhänge und Verflechtungen verschiedener Dimensionen zeigen. Querschnittsthemen, die im Hinblick auf viele Dimensionen eine große Rolle spielen, sind zum Beispiel vorurteilsfreie Sprache, Normen und Rollenvorstellungen, inklusives Denken, Demokratieerziehung oder Mobbing. Auch Workshops hierzu mit Beispielen aus unterschiedlichen Themenbereichen sind möglich.

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Alter

Alter kann die Grundlage für verschiedene Diskriminierungen sein (s. Ageism), bei älteren Menschen  insbesondere im Beruf, bei Versicherungen und Finanzierung etc. Aber auch Adultismus, die Diskriminierung und Abwertung von jüngeren Menschen durch Erwachsene, kann hier ein Thema sein.

Race/ Hautfarbe

Im Themenfeld Race/ Hautfarbe haben wir uns für das englische Wort entschieden, das nicht mit dem deutschen Wort „Rasse“ gleichzusetzen ist. Es gibt keine menschlichen Rassen. „Race“ will klarstellen, dass es sich hierbei um ein soziales Konstrukt handelt, eine Verflechtung aus Vorurteilen und Zuschreibungen, die BIPoC durch andere Menschen erfahren. Rassismuskritisches Denken muss insbesondere in Schulen gefördert werden, um zu einer konstruktiven Diskussion über Rassismus in Deutschland zu sorgen. Es zeigt sich in vielen Fällen auch eine Überschneidung mit dem Themenbereich der Ethnizität. Eine Studie der EU-Agentur für Grundrechte hat zum Beispiel gezeigt, dass insbesondere Angehörige der Roma sowie Migrant*Innen aus Afrika in zahlreichen Lebensbereichen Diskriminierung erfahren.

 

Kultur/ Nationalität

 

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Unterschiedliche Nationalitäten, Sprachen und Kulturen kommen hier zusammen und das spiegelt sich auch in Schulen wider. Es zeigen sich aber immer noch unterschiedliche Chancen von Personen mit und ohne Migrationshintergrund, Diskriminierungen und Vorurteile. Unsere Botschafter*innen können dem entgegenwirken und dabei zeigen, wie kulturell vielfältig unsere Gesellschaft ist und für Respekt für diese Vielfalt werben. So kann es für Schüler*innen spannend sein, von Bräuchen und Ritualen anderer Kulturen zu erfahren (wie unterschiedliche Gerichte, Traditionen und religiöse Bräuche).

 

Soziale Herkunft

 

Die soziale Herkunft hat einen großen Einfluss auf Bildungs- und Berufschancen, wobei sich die Unterschiede auch bei gleichen Leistungen zeigen. Einkommen, Bildung und soziale Ressourcen des Elternhauses sind dabei wichtige Faktoren, allerdings kommen auch sozial vermittelte und verstärkende Effekte zum Tragen. Häufig spielen dabei Vorurteile und Diskriminierung eine wichtige Rolle. Auch in der Schule sind zum Beispiel Markenklamotten, Technik, Urlaub und Wochenenderlebnisse ein wichtiges Thema. Diese können gemeinsam mit unseren Botschafter*innen hinterfragt werden.

 

Sexuelle Orientierung

 

Es gibt viele Bezeichnungen für die sexuelle Orientierung von Menschen, dazu gehören zum Beispiel lesbisch, heterosexuell, pan, queer, bi, homosexuell, schwul oder asexuell. Noch immer leben wir in einer heteronormativen Gesellschaft und andere sexuelle Orientierungen sind Ausgangspunkt für häufig erlebte Diskriminierungen. Dagegen möchten wir uns – zusammen mit unseren Botschafter*innen – einsetzen, Vorurteile bekämpfen und für mehr Wissen sorgen.

 

Geschlechtliche Identität

 

Die Geschlechtsidentität bezeichnet das Wissen und Empfinden eines Menschen über sein eigenes Geschlecht. Viele Menschen bezeichnen sich als Mann oder Frau, aber es gibt auch eine Vielzahl weiterer Geschlechtsidentitäten. Die eigene Empfindung und Selbstbeschreibung sind bedeutend. So bezeichnen sich manche als transgender, nicht-binär, als agender oder ganz anders. Auch hier möchten wir für Sichtbarkeit sorgen und mit Schüler*innen zu einem Austausch über Normalitätsvorstellungen kommen. Gleichzeitig ist auch eine Diskussion über Normen und Rollenbilder wichtig. Auch heute noch sind Care-Arbeit, Haushalt und Kindererziehung überwiegend „Frauensache“, während Spitzenpositionen in Unternehmen, (politische) Macht und auch die Kontrolle über Geld häufig Männern vorbehalten sind. Mit unseren Botschafter*innen möchten wir diese Schubladen aufbrechen, unterschiedliche Vorbilder zeigen und Vorstellungen hinterfragen.

 

Körperliche, psychische und geistige Voraussetzungen

Auch körperliche, psychische und geistige Voraussetzungen spielen eine große Rolle. Dabei ist Behinderung ein soziales Konstrukt. Es entsteht aus unterschiedlichen Beeinträchtigungen von Menschen im Zusammenspiel mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren. Auch chronische (nicht sichtbare) Krankheiten und psychische Erkrankungen  können Ausgangspunkt von erlebter Behinderung sein. Noch immer sind viele Veränderungen in der Gesellschaft notwendig, Barrieren müssen abgeschafft und ableistisches Denken überwunden werden. Dabei möchten wir Menschen mit Behinderungen unterstützen und für ihre Bedarfe sensibilisieren. Diskriminierung kann sich aber auch auf Aussehen beziehen, wie das Konzept des Lookism zeigt. Hier zeigen sich auch Überschneidungen mit Race und Hautfarbe, sowie als fremd empfundener Ethnien, aber auch Körpergröße oder Gewicht können zum Beispiel dazu zählen. Hier wünschen wir uns, dass von unseren Botschafter*innen Normen und vermeintliche Ideale aufgebrochen werden können.

 
 

Weltanschauung, insbesondere religiöse Weltanschauung

 

Diskriminierungen aufgrund von Weltanschauung, insbesondere religiöser Weltanschauung sind immer noch häufig, können oftmals aber nicht von ethnischen und kulturbedingten Diskriminierungen getrennt werden, wie beispielsweise beim Antisemitismus. Auch erleben wir, dass das Wissen über andere Kulturen, zum Beispiel Bräuche und Feste, teilweise noch sehr gering ist. Zum Beispiel ist vielen von uns nicht bewusst, dass für eine große Zahl von Menschen in Deutschland Weihnachten kein Feiertag ist, sondern andere Festtage wichtig sind. Der Einsatz von Botschafter*innen in Schulen soll hier unterschiedliche Kulturen und Religionen und andere Weltanschauungen näherbringen, sensibilisieren und für einen Austausch darüber sorgen.